Dritte Orte für Rostock: Begegnung stärken, Fördermittel nutzen
Die Linksfraktion in der Rostocker Bürgerschaft hat einen Antrag zur Prüfung sogenannter „Dritter Orte“ eingebracht. Im Mittelpunkt stehen bestehende Einrichtungen, Begegnungsstätten und leerstehende Räume, die zu dauerhaft nutzbaren Treffpunkten weiterentwickelt werden könnten.
„Orte der Begegnung sind unverzichtbar für den sozialen Zusammenhalt. Sie schaffen Raum für Austausch, Unterstützung, ehrenamtliches Engagement und Teilhabe, unabhängig von Alter, Herkunft oder Einkommen“, erklärt Christian Albrecht, Vorsitzender der Fraktion Die Linke.
Mit dem Antrag soll die Oberbürgermeisterin beauftragt werden, zu prüfen, welche Einrichtungen, Begegnungsstätten oder leerstehenden Räume zu dauerhaft nutzbaren Treffpunkten weiterentwickelt werden können. Gemeinsam mit Wohlfahrtsverbänden, Vereinen, Stadtteilzentren, Ortsbeiräten und weiteren Akteuren sollen Standorte und Projektideen ermittelt werden. Zugleich soll geprüft werden, welche Landesmittel für Renovierung, Modernisierung und Ausstattung eingeworben werden können.
„Rostock verfügt bereits über wertvolle Strukturen, von Stadtteilbüros über Mehrgenerationenhäuser bis zu Quartierstreffs. Diese Einrichtungen müssen wir stärken und dort neue Angebote schaffen, wo niedrigschwellige Begegnungsmöglichkeiten fehlen“, so Albrecht.
Besonders berücksichtigt werden sollen Stadtteile mit erhöhtem Unterstützungsbedarf und Projekte, die generationenübergreifende Begegnung, Integration, Inklusion und freiwilliges Engagement fördern. Bis Ende Januar 2027 soll ein Konzept mit Standorten, möglichen Trägern, Fördermöglichkeiten und einem Zeitplan vorliegen.
„Einsamkeit, soziale Isolation und der Rückgang frei zugänglicher Treffpunkte sind reale Herausforderungen. Dritte Orte können Nachbarschaften beleben und soziale Teilhabe konkret verbessern. Wenn dafür Landesförderung bereitsteht, muss Rostock diese Chance nutzen“, betont Christian Albrecht.
