Ein neues Nordlicht für Lichtenhagen: Bürgerbeteiligung verbindlich sichern: Veranstaltungsort, Post und Gewerbe fest einplanen

Zur aktuellen Anfrage zum „Nordlicht“ in Lichtenhagen erklärt das Bürgerschaftsmitglied Toralf Herzer (Fraktion Die Linke):

„Die Zukunft des Nordlicht-Standorts muss als Chance begriffen werden: für ein neues Gebäude, das mit echter Bürgerbeteiligung entsteht und einen klaren Mehrwert für Lichtenhagen liefert. Entscheidend ist, dass am Ende nicht ein Projekt entsteht, das am Alltag im Stadtteil vorbeigeht, sondern eine Quartiersmitte, die Gemeinschaft ermöglicht und die Versorgung Lichtenhagens verbessert.“

Mit seiner Anfrage will Herzer klären, wie der aktuelle Sachstand ist, welche Planungen es bereits gibt und wie die Stadt sicherstellt, dass bei einer Neubebauung öffentliche und gemeinwohlorientierte Nutzungen verbindlich berücksichtigt werden. 

„Lichtenhagen braucht an dieser Stelle nicht nur Wohnraum, sondern vor allem Orte, die den Stadtteil zusammenhalten. Deshalb gehört in die Planung von Anfang an ein neuer Veranstaltungs- und Begegnungsort, gern mit erkennbarem Bezug zum früheren Nordlicht. Und genauso wichtig sind Flächen für eine Postfiliale sowie Gastro und kleinteiliges Gewerbe, die das Quartier im Alltag stärken. Eine Lösung, die am Ende nur aus hochpreisigen Eigentumswohnungen besteht, wäre stadtentwicklungspolitisch die falsche Antwort.“

Die Linksfraktion unterstützt ausdrücklich die Initiative aus dem Stadtteil. Der Verein „Unser Lichtenhagen e. V.“ wirbt mit einem offenen Brief und einer Petition für Transparenz, Beteiligung und eine gemeinwohlorientierte Entwicklung des Standorts. Die Fraktion Die Linke in der Rostocker Bürgerschaft unterstützt diese Petition.

Toralf Herzer abschließend: „Jetzt braucht es klare Leitplanken: Transparenz über den Stand der Dinge, verbindliche Beteiligung des Ortsbeirats und der Menschen im Stadtteil und ein Nutzungskonzept, das Lichtenhagen wirklich dient. Unser Ziel ist ein neues Nordlicht als lebendiger Ort, mit Veranstaltungsraum, Post und einer aktiven Erdgeschosszone, die Begegnung und Versorgung zusammendenkt.“