Kürzung des Theaterzuschusses auf 12 Millionen Euro ist nicht möglich
Das von OB Methling angegebene Ziel, den Gesamtzuschuss des Volkstheaters auf 12 Mio. Euro zu begrenzen, ist laut actori-Gutachten gar nicht zu erreichen. Selbst bei Schließung der Musiktheater- und Tanzsparte würden 2018 für ein quasi Schauspielhaus mit Konzertbetrieb noch ein Zuschuss in Höhe von 13,8 bis 14,1 Mio. Euro nötig sein. Das wäre eine Einsparung auf das heutige Niveau von 1,6 bis 2 Mio. Euro.
Ebenfalls nicht erwähnt vom OB sind die sehr hohen Umsetzungskosten. Denn mehr als 80 Mitarbeiter des Volkstheaters - unter anderem der ganze Chor - müssten gekündigt werden.
„Für Rostock wäre es ein dramatischer Verlust, wenn das Theater 30 Prozent seiner Belegschaft verliert. Die künstlerische Vielfalt ginge verloren, das Angebot würde schrumpfen. Das ist keine Option für uns.“, so Eva-Maria Kröger, Fraktionsvorsitzende der Linken in der Bürgerschaft, die die Kürzungspläne abwehren will.
Die Umsetzungskosten für die Kündigungen würden mehr als 5 Mio. Euro betragen und es würde viele Jahre dauern, bis sich dieser Einschnitt im Haus in den Büchern der Stadt entlastend bemerkbar macht. Dazu kommt, über 40 Prozent der Aufgaben für die Orchestermusiker würden entfallen - bei gleichen Kosten des Apparates.
