Untragbare Zustände beim Rostocker Bildungsträger HWBR
Zu den aktuellen Veröffentlichungen rund um den Rostocker Bildungsträger HWBR erklärt DIE LINKE Hochschulgruppe:
Die Freizügigkeit ist wohl das größte Plus der EU. Vor allem für junge Menschen bietet sich eine Chance in einem anderen Land glücklich zu werden. Vor dem Hintergrund der Banken- und Finanzkrise mit ihren furchtbaren Auswirkungen auf den Süden Europas, wo die Jugendarbeitslosigkeit bei bis zu 50% liegt, ist die Möglichkeit in einem anderen Staat zu arbeiten ein Glücksfall.
Zu den aktuellen Veröffentlichungen rund um den Rostocker Bildungsträger HWBR erklärt DIE LINKE Hochschulgruppe:
Die Freizügigkeit ist wohl das größte Plus der EU. Vor allem für junge Menschen bietet sich eine Chance in einem anderen Land glücklich zu werden. Vor dem Hintergrund der Banken- und Finanzkrise mit ihren furchtbaren Auswirkungen auf den Süden Europas, wo die Jugendarbeitslosigkeit bei bis zu 50% liegt, ist die Möglichkeit in einem anderen Staat zu arbeiten ein Glücksfall.
Viele dieser jungen Menschen verlassen notgedrungen ihre Heimat um sich in Ländern wie Deutschland eine neue Perspektive aufzubauen. Deutschland sollte sie willkommen heißen! Immerhin stehen wir vor den Herausforderungen des Fachkräftemangels und des demographischen Wandels. Aber auch kulturell sind sie eine Bereicherung und jede Form des Austausches lässt Europa und die Europäer stärker zusammenwachsen.
Viele Betriebe und Träger haben dies erkannt und so gibt es eine Reihe gut funktionierender europäischer Projekte und Kooperationen, die jungen, hochmotivierten Menschen eine Ausbildung in Deutschland möglich machen. Vor allem weniger attraktiv erscheinende Betätigungsfelder mit rückläufigen Auszubildendenzahlen, wie etwa das Handwerk, sehen hierin eine große Chance.
Allerdings gibt es auch eine Reihe schwarzer Schafe, die Not und Hoffnung ausländischer Jugendlicher zur Profitmaximierung nutzen wollen. Die Hanseatische Weiterbildungsgemeinschaft Rostock (HBWR) scheint eines dieser schwarzen Schafe zu sein. Wie der Ostseezeitung vom 04.03.2014 zu entnehmen ist, haben spanische und italienische Jugendliche, die Teil des Projektes „Der Job deines Lebens sind“, sich bei der IHK Rostock über untragbare Zustände beschwert.
Den Vorwürfen dieser Jugendlichen ist seitens der IHK nachzugehen. Bestätigen sich die Anschuldigen, müssen diese Menschen umgehend ordentlich untergebracht werden und die versprochenen Deutschkurse erhalten.
„Projekte wie diese dürfen keine Möglichkeit für Betriebe oder Träger sein, um auf Kosten ausländischer Arbeitssuchender einen schnellen Euro zu verdienen. Ähnliche Geschäftsmodelle werden schon seit Jahren an deutschen Arbeitssuchenden zum Einsatz gebracht, was schlimm genug ist. Es hat sich über die letzten Jahre ein regelrechter Markt herausgebildet, der sich an der Not der Menschen bereichert, Unmengen an öffentlichen Geldern verschlingt, aber den Menschen in keiner Weise weiterhilft. Wenn wir Menschen von außerhalb zu uns holen, damit sie hier arbeiten können, dann haben wir ihnen gegenüber eine besondere Sorgfaltspflicht.“ so der Sprecher der Hochschulgruppe DIE LINKE.SDS Rostock, Christian Albrecht.
Wir sagen, dass damit Schluss sein muss! Diesem Missbrauch muss ein Riegel vorgeschoben werden. Es muss strenger reguliert und kontrolliert werden, um Zustände wie diese zu verhindern. Es kann nicht sein, dass eine gute Idee auf solche Weise ad absurdum geführt wird.
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