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"Wer zu wenig in der Tasche hat, der gibt auch wenig aus!" - Zahl der Hartz-IV-AufstockerInnen steigt

Steffen Bockhahn, Mitglied des Deutschen Bundestages: Aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit belegen, die Anzahl der ArbeitnehmerInnen hat zugenommen die zur Sicherung des Existenzminimums zusätzlich auf Hartz-IV angewiesen sind. 2012 gab es durchschnittlich etwa 323 000 Haushalte mit einem Arbeitnehmer, der zusätzlich aufstocken musste.

 

Aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit belegen, die Anzahl der ArbeitnehmerInnen hat zugenommen die zur Sicherung des Existenzminimums zusätzlich auf Hartz-IV angewiesen sind. 2012 gab es durchschnittlich etwa 323 000 Haushalte mit einem Arbeitnehmer, der zusätzlich aufstocken musste.

Gravierend sind auch die Zahlen alleinstehender Vollzeit- oder Teilzeit-Jobber, die auf Hartz-IV angewiesen sind. Bei den Singles liegen Steigerungsquoten in Höhe von 38 Prozent vor. Insgesamt waren letztes Jahr rund 1,3 Millionen Hartz-IV-Bezieher erwerbstätig, wobei ungefähr die Hälfte von ihnen einen Mini-Job hatte.

"Die BA behauptet immer noch, schlecht bezahlte Jobs seien ein Türöffner zu fair bezahlten Arbeitsplätzen. Das ist eine Illusion.

Wer zu wenig verdient und zusätzlich aufstocken muss, findet nur schwer neue Chancen. Perspektivlos sein und unsicher leben, so eine Situation motiviert nicht und sie eignet sich nicht als Job-Motor.", so Steffen Bockhahn, Bundestagsabgeordneter aus Rostock.

"Wer zu wenig in der Tasche hat, der gibt zu wenig aus. Real sinkende Einkommen, steigende Mieten und Energiekosten treffen alle.

Die Auffassung des Rostocker IHK-Präsidenten Claus Ruhe Madsen, wir bräuchten keine Mindestlöhne, ist schlicht falsch. Wahr ist, auch in Rostock brauchen mehr und mehr Menschen zusätzlich einen Zweitjob. Arbeitsplätze müssen an Tarife gebunden sein. Auch ein Mindestlohn wäre nur eine Übergangslösung."

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